... einer kranken Angehörigen ein neues Herz, einem Dementen einen neuen Geist schenken ???

Veröffentlicht am Do., 29. Dez. 2016 15:55 Uhr
Theologie
Gedanken zur Jahreslosung 2017 von Pfarrerin Birgit Gerritzmann

Am Anfang des neuen Jahres ist Weihnachten, das Fest der Geschenke, noch nicht so lange vorbei. Mag sein, Sie hätten gern einer kranken Angehörigen ein neues Herz schenken wolle, einem Dekmenten einen neuen Geist. Doch das steht nicht in Ihrer und nicht in meiner Macht.

Gott hat bei seinem Versprechen aber auch andere menschliche Gebrechen im Blick. Gott geht es um Menschen, deren Herz versteinert ist. Sie sind selbstsüchtig und gefühlskalt. Also asozial im wörtlichen Sinn. Ihren Geist richten sie auf andere Götter und damit auf puren Eigennutz.

Der neue Geist dagegen ist Gottes Geistkraft, die dabei hilft nach Gottes Geboten und Ordnungen zu leben.

Eine uralte Prophezeiung. Ursprünglich nur an das Volk Israel gerichtet. Durch Jesus Christus gilt sie auch uns. Es bleibt jedoch die Frage: Ist das Versprechen inzwischen in Erfüllung gegangen? Wurden steinerne Herzen durch lebendige ersetzt und alle von Gottes Geist beseelt? Ist also damit das Reich Gottes auf der Welt sichtbare Realität?

Das wäre schön. Doch wir sehen, dass es nicht so ist. Das wird daran liegen, dass sich nicht alle Menschen von Gott beschenken lassen. Nicht einmal alle Getauften, obwohl doch eigentlich die Taufe mit der Gabe des Heiligen Geistes verbunden ist. Nur, wenn wir Gottes Geistkraft nicht wirken lassen, geschieht da nichts.

Weihnachtszeit – Zeit der Geschenke. Nicht nur, Geschenke zu machen, sondern sich auch beschenken zu lassen. Lassen wir uns beschenken von Gott für das ganze Jahr 2017 – und vielleicht darüber hinaus.

Das wünscht Ihnen Ihre

Pfarrerin Birgit Gerritzmann

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