Begrüßung von Kantorin Judith Wolf am 25. August 2019

© Gabriele Zimmermann
Veröffentlicht am Fr., 6. Sep. 2019 11:53 Uhr
Aktuelles
von Manfred Fabricius

Am 7. April 2014 trafen sich Kirchenmusikinteressierte aus den Gemeinden Paulus und Alt-Tempelhof in der Götzstraße, um über die Zukunft der Tempelhofer Kirchenmusik nachzudenken. Der Ausgangspunkt war die Vorgabe vom Kirchenkreis, dass beide Kirchenmusikstellen zukünftig nur noch zu je 50% besetzt werden sollten.

Viele Wochen haben wir zusammengesessen, haben überlegt, gerechnet, Pläne entworfen, wieder verworfen, uns von außen beraten lassen und selbst in die Gemeinden „hineingehört“, um die Vorstellungen von gemeinsamer Kirchenmusik zu erfragen. Herausgekommen ist im November 2014 ein Konzept für eine gemeinsame Kirchenmusik und für zwei 100%-Stellen mit unterschiedlichem Arbeitsauftrag, das von beiden GKR und dem Kreiskirchenrat betätigt wurde.

Und nun gibt es sie also wirklich, die „gemeinsame, abgestimmte kirchenmusikalische Arbeit“. Ein sehr langer Weg hat mit dem Gottesdienst am 25.8.2019 sein Ziel gefunden, ein Ziel, das zugleich ein Anfang ist. Mit dem Gesang der Kinder und der gemeinsamen Kantorei, mit Posaunenchor und Orgel wurde hörbar, wie diese Gemeinsamkeit klingen kann: kräftig, schwungvoll, laut und leise, harmonisch, abwechslungsreich – und immer mit der Aussage „Ich sing dir mein Lied – in ihm klingt mein Leben...“.

Allen Beteiligten ist herzlich zu danken, dass sie nicht nur auf so wunderbare Weise Kantorin Wolf begrüßt haben, sondern auch, dass sie sich auf die „Reise“ einer gemeinsamen Kirchenmusik machen wollen. Und beide Gemeinden sind nun aufgerufen, die vielfältigen kirchenmusikalischen Angebote anzunehmen, auszuprobieren und sich anstecken zu lassen. Denn gerade in Zeiten von Veränderungen, Diskussionen und manchmal auch Ratlosigkeit über  Entwicklungen oder Entscheidungen kann gemeinsames Musizieren viel helfen. Dazu rufen uns nun also beide Kirchenmusiker auf: Judith Wolf und Johann-Albrecht Michael.

Während der gemeinsamen Sitzungszeit, damals 2014, sangen wir am Ende oft einen Liedvers, den ich hier zum Schluss anfügen möchte: Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten, mit Harfen, Zimbelschall, Posaunen, Geigen, Flöten; und was nur Odem hat, ertön jetzt für und für: Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. (EKG 393,8)

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